Technische Information
Weil die von stromloser Vernickelung gebildete Ablagerung auf einer chemischen Reaktion basiert, ist der Ablagerungs-Entstehungsvorgang - ungeachtet seiner Form - überall am Teil gleich. Die gebildete Ablagerung ist deshalb überall am Teil gleichdick. Dies unterscheidet sich von elektrolytischer Plattierung, die darauf basiert, dass ein elektrischer Strom von einer Anode zur Komponente (der Kathode) fließt, die dann Änderungen der Stromdichte je nach ihrer Form unterliegt. Schwankungen der Stromdichte resultieren in Schwankungen der Ablagerungsdicke.
Lesen Sie nachstehend mehr über das eigentliche Plattierungsverfahren oder besuchen Sie unsere Homepage für einen ausführlicheren Überblick über NiTEC als Plattierungsspezialisten.
Die Bedeutung einer einheitlichen Beschichtung
Die Einheitlichkeit der durch stromlose Vernickelung erzielten Beschichtung macht sie für technische Komponenten ausgesprochen gut geeignet, da die bearbeiteten Toleranzen einer Komponente nicht vom Plattierungsverfahren verändert werden. Die Einheitlichkeit der Beschichtung und die Tatsache, dass sie eine chemische Reaktion ist, verleihen der stromlosen Nickelablagerung eine Reihe von Eigenschaften, die für viele Anwendungen vorteilhaft sind.
Stromlose Nickelablagerungen sind für Korrosionsschutz vorzüglich geeignet. Die Ablagerung weist elektro-negatives oder ‚edles' Verhalten mit Bezug auf den Korrosionsschutzmechanismus auf und ist deshalb - um wirksam zu sein - auf völlige Kapselung des Substrats angewiesen. Da die Ablagerung eine einheitliche Beschichtung ist, sofern sich das Substrat in gutem Zustand befindet und korrekt vorbereitet wurde, kann langfristige Korrosionsbeständigkeit in vielen verschiedenen Umgebungen erzielt werden. Die die Ablagerung bildende chemische Reaktion bedeutet jedoch, dass die Ablagerung kein reines Nickel, sondern eine Legierung von Nickel und Phosphor ist. Lesen Sie hier mehr über das stromlose Vernickelungsverfahren.
Ablagerungstypen
Der Phosphor liegt in geringen Mengen vor und kann 1-12 % Gewichtsanteil aufweisen. Die Variation kann kontrolliert werden und resultiert deshalb in einer Reihe von Ablagerungstypen.
Die Auswahl des Ablagerungstyps hängt von der Umgebung ab, der die Komponente ausgesetzt sein wird. Die meisten Bedingungen in der hochgradig korrosiven Öl-, Gas- und Kohleindustrie erfordern Ablagerungen mit einem hohen Phosphoranteil (>10 %). Konventionelle mittlere Phosphorsysteme (6-11 %) bieten ausgezeichneten Korrosionsschutz beim Großteil von Anwendungen, wogegen phosphorarme Systeme (2-5 %) am besten für die Chloralkali-Industrie (z. B. Transport von Flüssigsoda) geeignet sind.
Die chemische Bildung der Ablagerung und des Legierungselements beeinflussen ebenfalls die Ablagerungsstruktur, wodurch die Ablagerungseigenschaften noch weiter geändert werden. Die „wie plattiert"-Ablagerung hat eine amorphe Struktur, wenn aber hohe Temperaturen angewandt werden, wird die Ablagerung kristallin. Dadurch kann die Ablagerungshärte geändert werden.
„Wie plattiert"-Ablagerungen von stromloser Vernickelung können Härtewerte im Bereich von 450-750 HV aufweisen, je nach Phosphoranteil in der Ablagerung. Allgemein gilt: je höher der Phosphoranteil, desto niedriger die „wie abgelagert"-Härte.
Verschleißfestigkeit ist gewöhnlich eine sekundäre Anforderung (nach dem Korrosionsschutz). Eine geläufige Annahme ist, dass Härte mit Verschleißfestigkeit synonym ist. Sie ist zwar vom jeweiligen Verschleißmechanismus abhängig, in den meisten Fällen ist die Annahme dennoch wahr.
Ablösung von Hartverchromung durch stromlose Vernickelung
Hartverchromung wird häufig angewandt, wo Härte und Verschleißfestigkeit gefordert werden. Sie kann „wie abgelagert"-Härtewerte in der Größenordnung von 800-1100 HV bieten. Die Ablagerung wird jedoch elektrolytisch aufgetragen, wodurch sich eine unebene Beschichtung ergibt, die Bearbeitung nach Plattierung erfordern könnte. Stromlose Nickelablagerungen haben den Vorteil der Einheitlichkeit, erzielen aber „wie plattiert" nicht die Härtewerte von Chrom. Dies kann durch Wärmebehandlung ausgeglichen werden.
Im Gegensatz zur Hartverchromung, die beim Erhitzen zum Erweichen neigt, können stromlose Vernickelungen aller Art wärmebehandelt werden, um die Härte zu steigern. Bei korrekter Wärmebehandlung können einige stromlose Nickelablagerungen über 1000 HV erzielen, wodurch die Ablagerungshärte mit der von Hartverchromung vergleichbar ist.
NiTEC ist auch Spezialist für diffundierte Vernickelungstechnologie, das Kupferplattierungsverfahren und das spezielle Shotblasting- und Wärmebehandlungs-Verfahren.
Zum Betrachten der uns zuerkannten Zertifizierungen schauen Sie sich bitte die nachstehenden Links an:
All unsere Verfahren gehen mit BS EN ISO 9001:2008 konform
All unsere Verfahren gehen mit BS EN IS0 14001:2004 konform



